Read Cox oder Der Lauf der Zeit by Christoph Ransmayr Online

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Ein farbenprächtiger Roman über einen maßlosen Kaiser von China und einen englischen Uhrmacher, über die Vergänglichkeit und das Geheimnis, dass nur das Erzählen über die Zeit triumphieren kann.Der mächtigste Mann der Welt, Qiánlóng, Kaiser von China, lädt den englischen Automatenbauer und Uhrmacher Alister Cox an seinen Hof. Der Meister aus London soll in der Verbotenen SEin farbenprächtiger Roman über einen maßlosen Kaiser von China und einen englischen Uhrmacher, über die Vergänglichkeit und das Geheimnis, dass nur das Erzählen über die Zeit triumphieren kann.Der mächtigste Mann der Welt, Qiánlóng, Kaiser von China, lädt den englischen Automatenbauer und Uhrmacher Alister Cox an seinen Hof. Der Meister aus London soll in der Verbotenen Stadt Uhren bauen, an denen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Zeiten des Glücks, der Kindheit, der Liebe, auch von Krankheit und Sterben abzulesen sind. Schließlich verlangt Qiánlóng, der gemäß einem seiner zahllosen Titel auch alleiniger Herr über die Zeit ist, eine Uhr zur Messung der Ewigkeit. Cox weiß, dass er diesen ungeheuerlichen Auftrag nicht erfüllen kann, aber verweigert er sich dem Willen des Gottkaisers, droht ihm der Tod. Also macht er sich an die Arbeit....

Title : Cox oder Der Lauf der Zeit
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ISBN : 9783100829511
Format Type : Hardcover
Number of Pages : 304 Pages
Status : Available For Download
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Cox oder Der Lauf der Zeit Reviews

  • Sinn
    2019-01-11 19:53

    Interesse kommt von Wissen. Ein merkwürdiger Satz - und er stammt auch nicht von Christoph Ransmayr. Als ich noch zur Schule ging hat einer meiner Professoren ihn einfach so im Raum stehen gelassen. Natürlich war ich erst irritiert; schließlich würde ich niemals damit beginnen über etwas zu lernen, was mich nicht zuvor interessierte. Jahre später allerdings begriff ich, dass mein Professor damals absolut recht hatte. Und dieses Buch ist für mich ein hervorragender Beweis dafür."Was interessieren mich Uhren?" - bestimmt wurde diese Frage öfter gestellt als ausgesprochen. Tick. Tack. Es ist nicht viel dabei, wenn sich ein einzelner Zeiger vorwärts und im Kreis bewegt. Dass dafür Unmengen an Zahnrädern sorgen ist auch kein Grund zur ausgelassenen Heiterkeit. Es ist einfach so. Jemand baut es - und das Werk funktioniert. Tick. Tack. Das war's.So zumindest dachte ich, bevor ich Ransmayrs Roman "Cox oder Der Lauf der Zeit" gelesen hatte. Warum ich das Buch, dessen Einband ich offen gesagt nicht besonders ansprechend finde, in die Hand nahm weiß ich noch weniger als eine Antwort auf die Frage warum ich es zu lesen begonnen habe. Ein Uhrmacher, der dem Kaiser von China seine Aufwartung macht; nichts ist weiter von dem entfernt, was ich normalerweise lese.Und dann riss es mich doch mit. In langen, durchdachten, ausgeschmückten und verschachtelten; in wunderschön formulierten, meisterlich aneinandergereihten und mit einem nie passender anachronistisch unangepassten Sätzen - verfasst also in alter Rechtschreibung - schildert Christoph Ransmayr in diesem Buch die Erlebnisse eines Londoner Uhrmachers, der in die Dienste des Kaisers von China tritt.Als Cox, der Uhrmacher, den Boden des Reichs der Mitte betritt, liegt sein Leben in Trümmern: Der Tod der Tochter hatte eine Wunde in sein Seelenleben gerissen, an deren Rand das Verstummen seiner jungen Frau sich wie eine schmerzhafte Entzündung ausbreitet. Was fort ist, ist fort - das begreift er. Den Schmerz aber, verursacht durch die Weigerung seiner Frau weiter an seinem Leben teilzunehmen, den versteht Cox nicht.Derart zerrüttet betritt Cox also das Land des Kaisers. Seine Größe ist unermesslich, gegen China nimmt sich das heimatliche Groß Britannien aus wie der ordentlich geschmückte Vorhof zu wahrem Reichtum. Seine Gefährten und er folgen dem Tross des Kaisers in die verbotene Stadt, wo endlich ein Wunsch an sie herangetragen wird. Nein. Kein Wunsch. Der Kaiser äußert derlei nicht - denn was immer der Kaiser begehrt ist seinem Volk als Wunsch zu eigen.Es sind keine gewöhnlichen Uhren, die der "Herr der zehntausend Jahre" wünscht. Denn einem Unsterblichen, einem Ewigen vergeht die Zeit anders als seinem Volk. Wer nicht stirbt, der hat den Charakter der Zeit nicht begriffen; also wird es zu Cox Aufgabe den Puls der Zeit für den Kaiser sichtbar zu machen. Er baut eine Uhr, die den Tod sichtbar macht; seinen Einfluss auf das Wesen der Zeit entlarvt und sein Grauen in ein unbeständiges Ticken übersetzt. Doch damit nicht genug; die Zeit und ihr Vergehen haben viele Formen. Und so kommt es, dass Cox immer tiefer abtaucht, immer mehr von sich in einem Menschen sieht, dessen Macht so grenzenlos ist wie des Uhrmachers Reichtum an Ideen Uhren zu bauen und zu gestalten.Ja, ich habe mich nicht für Uhren interessiert. Und ich weiß, dass diese Uhren - zumindest so, wie sie im Roman beschrieben werden - auch nicht gebaut wurden. Aber ich habe entdeckt, was die Zeit tatsächlich für unser Leben bedeutet. Ich habe verstanden, dass ihr verticken, der Tod jeder einzelnen Sekunde, etwas wertvolles ist. Jeder Moment ist unwiederbringlich, und nichts ist weiter von uns entfernt als ein Augenblick der in der Vergangenheit liegt. Fort ist eben fort; der Rest ist Schweigen.Ich war, im Anschluss an die Lektüre, im Wiener Uhren-Museum. Der Charakter der Zeit, von Christoph Ransmayr virtuos für uns offen gelegt, ist faszinierend. Ihre Bedeutung kann gar nicht hoch genug geschätzt werden.Lest dieses Buch.

  • Semjon
    2019-01-13 00:57

    Die Beurteilung des Buchs fällt mir nicht leicht, denn schon nach wenigen Seiten habe ich bemerkt, dass ich ein sprachliches Meisterwerk in der Hand halte. Ich hatte vom Autor bislang noch nie etwas gelesen und in der Stadtbibliothek einfach mal blind zugegriffen. Skeptisch haben mich eher die Werbeaufkleber des Verlags auf dem Buchdeckel gemacht, die mit Superlativen über Ransmayr glänzten. Aber in diesem Punkt muss ich dem Verlag recht geben, denn ich kann mich an kaum einen zeitgenössischen deutschsprachigen Autor erinnern, der in einem Roman eine derart poetische metaphorische Sprache pflegt. Und so umspielen einen die Beschreibungen des kaiserlichen Hofs in China oder die detailverliebte Darstellung der kunstvollen Uhren des Uhrmachers Cox wie ein langsam dahinfließender Strom im fernen Osten. Das ist schon beeindruckend. Aber gleichzeitig ist es auch wieder die Schwäche des Buchs, denn immerhin will der Autor ja eine Geschichte erzählen und sich nicht einfach nur in Poesie, Parabeln und Allegorien verlieren. Und diese Geschichte des englischen Uhrmachers, der im 18. Jahrhundert an den Hof des chinesischen Kaisers mit seinen Angestellten gebeten wird, um die Wünsche des Kaisers hinsichtlich besonderer Uhren zu erfüllen, lag für mich immer wieder vernebelt hinter der Sprache Ransmayrs. Oder vielleicht lag es auch daran, dass es ja eigentlich um einen Clash of Cultures in dem Buch geht und diese Spannung treibt nicht auf einen Höhepunkt der Auseinandersetzung zu, sondern die Engländer scheinen sich in ihr Schicksal zu ergeben. Die gottgleiche Verehrung des Kaisers und seine menschenverachtende Staatsführung haben mich regelrecht aggressiv gemacht. Und so entstand keine Faszination über die chinesische Kultur bei mir beim Lesen, sondern nur eine ablehnende Haltung. Zudem hatte ich das Gefühl, das die philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit ein Anliegen des Autors ist. Aber die immerwährende Zeit, die ja durch das erschaffene Perpetum Mobile von Cox symbolisiert werden soll, geht in der sehr technisch detaillierten Beschreibung des Uhrwerks etwas unter. Kurzum: Sprache 5 Sterne, Geschichte und Metapher 3 Sterne --> ergibt 4 Sterne. Auf jeden Fall empfehlenswert.

  • Kerstin Herbert
    2018-12-28 22:03

    Christoph Ransmayr verzaubert den Leser durch seine poetische Sprache, die in exotische Länder und ferne Zeiten entführt und der an sich eigentlich recht spröden Mechanik in eine gewisse Magie hüllt.Leider trägt dieses Konzept aber nicht über 300 Seiten. Ich wurde dieser blumig-künstlerischen Sprache schnell überdrüssig. Und weil sich dahinter dann leider doch nicht allzu viel an Substanz und Story verbirgt, wurde das Lesen irgendwann zäh. Die letzten 5 Kapitel habe ich nur noch gelesen, weil ich es endlich hinter mich bringen wollte.Am meisten enttäuscht hat mich, dass die so zart angedeutete Liebesgeschichte leider bereits im Keim erstickt wird. Stattdessen muss man seitenlange Beschreibungen mechanischer Konstruktionen ertragen. Auch die Charaktere bleiben blass und gewinnen in all der blumigen Sprach leider keine klaren Konturen.Wie so vieles ist auch dieses Buch sicher Geschmackssache. Mein Fall war es nicht.

  • Childerich III
    2018-12-26 23:39

    Ein wunderbares Buch. Bei der Neuauflage des Literarischen Quartetts hat man sich darüber mokiert, dass Ransmayrs Sprache hier zu verschnörkelt, zu ziseliert, ja zu künstlich sei. Die Sprache, die in "Cox oder Der Lauf der Zeit" verwendet wird, ist tatsächlich voller Schnörkel, sehr metaphernreich, fast süßlich. Aber, das haben Maxim Biller und Konsorten eben nicht verstanden, das hat seinen Grund. Wir haben hier ein modernes Märchen und einen allegorischen Text vor uns. In diesem ist ein ständiges Wechselspiel zwischen Künstlichkeit und Natürlichkeit, Sterilität und Urwüchsigkeit zu betrachten. Und dass auch die Sprache in ihrer Form ziseliert und künstlich ist, aber inhaltlich etwas so Urwüchsiges wie die Zeit beschreibt, ist absolut stimmig und folgerichtig. Lange habe ich kein Buch mehr gelesen, dass es versteht, Form und Inhalt so gekonnt zu verzahnen. Ein absolutes Vergnügen.

  • Benny
    2019-01-24 00:37

    “Alleen wie de luxe van de traagheid geniet, mag zich wiegen in de droom van het kostbaarste van alle goederen die binnen het bereik van de mens liggen echte te bezitten: tijd.” (zie p.211)Lezen is traag leven. Genieten van wat voorhanden is ook, omdat je toch nooit alles kan lezen. Het was het mooie praalportret van keizer Qianlong op de kaft dat mijn aandacht trok. Qianlong is de kleinzoon van keizer Kangxi en pronkt op de cover in een ruiterportret “in Italiaanse stijl”. De wisselwerking tussen oost en west was niet gering binnen de Qingdynastie. Alister Cox is een Britse klokkenmaker die uitgenodigd wordt om te komen werken aan het hof van de Chinese keizer. Omdat zijn dochter zonet gestorven is en de relatie met zijn echtgenote daardoor helemaal bevroren is, neemt hij de uitnodiging aan. Samen met drie kompanen reist hij naar China., waar hij een werkplaats krijgt in de Verboden Stad. Zijn opdrachten zijn niet gering, want de keizer daagt hem uit om klokken te maken die de relativiteit van de tijd weten te vatten: de tijdsbeleving van een kind is immers niet dezelfde als die van een terdoodveroordeelde.Deze opdrachten blijken echter slechts opwarmertjes voor de ultieme opdracht. Die krijgt hij in Jehol, dat is het zomerpaleis van de Qingkeizers, gelegen in Chengde in de huidige provincie Hebei. Het is een opdracht die torst aan de fundamenten van de tijd én van het keizerrijk zelf. Het is maar de vraag of Cox en zijn kompanen hierin slagen zonder er zelf het hachje bij in te schieten.Ransmayer heeft gedegen research geleverd voor dit boek en toont inzicht in leven en regeren onder Qianlong. Ook de keizer zelf wordt knap geportretteerd. Verwacht op basis van de bovenstaande samenvatting echter geen spannend boek, want de nadruk ligt vaak meer op de beschouwende passages over de werking van tijd op rouw en macht. Ondanks het onderwerp dat me erg wist te boeien, ga ik niet helemaal overstag bij dit boek. De uitwerking van de nevenpersonages is vaak erg oppervlakkig en ook de liefdesintrige (soort van) vind ik niet zo overtuigend. Cox of het verglijden van de tijd is wel een must voor wie meer over deze boeiende historische periode wil te weten komen, en ook vallen er onderweg mooie inzichten te rapen.“In de schaduw van elk wereldwonder ligt een massagraf.” (p.174)---Opmerking: om ze sterker te maken buiten de context van de roman heb ik beide citaten omgezet van de oorspronkelijke verleden tijd naar de tegenwoordige tijd.

  • Jürgen Zeller
    2018-12-24 23:37

    Vom Feuilleton letzten Herbst/Winter hoch gelobt hat das Buch auch Einzug bei mir gehalten. Als einfacher Leser aus dem Volke kann ich die Meinungen der studierten Literaturkritiker längst nicht immer nachvollziehen. Dieser Roman hat aber meine Erwartungen erfüllt und ich kann mich den medialen Ovationen, mit ein oder zwei Abstrichen, durchaus anschliessen.Bereits auf den ersten Seiten macht sich der kultivierte Erzählstil von Ransmayr bemerkbar. Das ist ein ganz anderes Sprachniveau als bei meinen vorherigen Lektüren die zumeist Krimis und somit sprachlich von eher einfacher Natur waren. Dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass mich dieser durchaus anspruchsvolle Stil überfordern würde. Der Einstieg in die Geschichte gelingt problemlos und ich folge zusammen mit dem Uhrmacher Cox und seinen Kompagnons an den chinesischen Hof bzw. in deren erweitertes Umfeld der verbotenen Stadt. Dort müssen sie im Auftrag des göttlichen Kaisers drei höchst ungewöhnliche Zeitmesser konstruieren. Wobei Zeit je nach Situation oder Lebensabschnitt gefühlt langsam oder auch schnell fliessen kann. Die ersten zwei feinmechanischen Kunstwerke mit ungewöhnlichem Antrieb finden Anklang und der dritte Chronograph soll nichts geringeres sein als das Perpetuum Mobile, die ewig laufende Uhr. Aber welche Energiequelle kann das Räderwerk einer nie still stehenden Uhr antreiben und in Gang halten?Die Kernhandlung wird mit dem höfischen Leben und Sterben des Kaisers von China, dem Herr der zehntausend Jahre ausstaffiert und es wird auf die persönliche Lebenssituation von Cox eingegangen. Die Erzählung endet nach genau 300 Seiten und dies ist der Beleg dafür, dass Ransmayr dieses Werk nicht unnötig ausufern lässt sondern die Geschichte in einer vernünftigen Länge erzählt.Ich habe gesehen, dass die Lesermeinungen zu diesem Roman weit auseinander gehen. Vom Meisterwerk bis zum entnervten Leseabbruch ist alles vorhanden. Ich persönlich halte es aus dem Grund für kein Meisterwerk, da die Ästhetik der Sprache der Handlung Lebendigkeit entzieht und es wird zu viel Gewicht auf Nebensächlichkeiten gelegt. Dies sind aber zwei ganz persönliche Kritikpunkte für einen ansonsten lesenswerten Roman.

  • Andy
    2018-12-29 03:57

    Cox oder Der Lauf der Zeit ist ein wirklich phänomenaler Roman mit einem poetischen Schreibstil, der mich doch bis zum Ende gefesselt hat. Die Beschreibungen der Entwürfe der fantastischen Uhren für den Kaiser waren unglaublich und haben perfekt zur Umsetzung der jeweiligen Ideen gepasst. Die Charaktere, insbesondere Cox, sind mir über die Zeit ans Herz gewachsen und haben mich zum scheinbar ausweglosen Ende mitfiebern lassen. Allerdings würde ich sagen, dass die Darstellung von Cox definitiv das alte Sprichwort von der Nähe von Genie und Wahnsinn eindrucksvoll bestätigt.Der Aspekt, der bei mir wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, ist jedoch die Darstellung der unbegrenzten Macht über Leben und Tod des chinesischen Kaisers und deren Auswirkungen auf das Leben seiner Untertanen und seines Reiches. Der Roman hat es geschafft dies eindrücklich sowohl im Positiven als auch im Negativen darzustellen, da dieser Machtanspruch zu absolutem Gehorsam, aber auch zu lähmender Angst führt, die alles und jeden erstarren lässt und das Praktischste und Naheliegendste unmöglich macht.Insgesamt würde ich dieses Buch jedem empfehlen und jedem raten sich nicht von der poetischen Sprache abschrecken zu lassen, da dieser Roman wirklich ein Erlebnis ist und einen bleibenden Eindruck einer fremden, vergangenen Kultur hinterlässt.

  • Tijana
    2019-01-19 01:49

    Ja volim kako Ransmajer piše, a ovde je na tom planu po običaju dao sve od sebe - svaka rečenica je duga, zamršena, brižljivo sklopljena i zatvorena u sebe jer prikazuje neku srazmerno celovitu sliku ili misao, pa onda još jedna takva i već smo prešli na sledeću stranu. Mislim da se to nekad zvalo perioda i vala zaslužilo je.Što se tiče radnje, ovo je možda malo neočekivano jer priča o kineskom caru i njegovoj specijalnoj porudžbini za najboljeg engleskog časovničara na momente deluje retko bajkovito i vedro (za Ransmajera zapravo više nego malo neočekivano) ali s druge strane ipak ima i njegovu dobro poznatu težinu (jer ovo je čovek kome se najveći hitovi ipak zovu "Užasi leda i mraka" ili jednako veselo "Poslednji svet"). I tako su i meni na kraju osećanja solidno podvojena.

  • Baru
    2019-01-01 00:03

    Der englische Uhrmacher Alister Cox wird, nachdem er gerade seine junge Tochter verloren hat und seine Frau durch tiefste Trauer verstummt war, an den Hof des chinesischen Kaisers Qianlong gerufen. Mit drei Gehilfen reist er bis nach China und lebt und arbeitet dort in der Verbotenen Stadt. Nach längerer Zeit des Wartens erhält er vom Kaiser Aufträge zur Verwirklichung von ganz besonderen Uhren. (view spoiler)[ Die größte - aber auch gefährlichste Aufgabe - wird der Bau einer ewig laufenden Uhr, denn eine von Menschen konstruierte ewig laufende Uhr fordert die Macht des Kaisers heraus.(hide spoiler)] Dazu erwecken die seltenen Begegnungen mit der kaiserlichen Konkubine An bei Cox die Erinnerung an die verlorene Tochter.Der Bau der besonderen Uhren ist immer wieder mit der Erinnerung an und der Trauer um seine Tochter verbunden. Im Bau der letzten Uhr steckt auch die verborgene Hoffnung, dass auf wundersame Weise mit der Vollendung der Uhr auch seine Frau in der englischen Heimat wieder zu sprechen beginnt. (view spoiler)[ Gar nicht überraschend war für mich die Lösung, wie die Uhr ewig laufen kann und doch die Macht des Kaisers nicht gefährdet wird: Der Kaiser selbst bekommt die Anleitung, wie die Uhr vollendet wird, wird damit selbst zum Erschaffer dieser ewigen Uhr.(hide spoiler)]Interessant sind die Beschreibungen des Kaisers, seiner Unnahbarkeit und seiner Machtfülle. Strengste Regeln bestimmen jeden Kontakt mit dem Kaiser. Je weiter die Uhren verwirklicht werden, desto nahbarer wird der Kaiser in körperlicher Form, zuletzt darf er dem Kaiser sogar in die Augen schauen. Gleichzeitig bleibt der Kaiser als Mensch völlig unnahbar und bleibt ein mystisches Wesen, zumindest aus der Sicht der Protagonisten. Der Erzähler bricht damit stellenweise.Wenig emotional bewegend ist die Darstellung der Trauer des Uhrmachers. Die Verknüpfung mit der Konkubine An ist wenig nachvollziehbar. Die Verknüpfung der Uhren mit seiner Tochter ist bei einem Uhrmacher schon eher verständlich, aber konnte mich trotzdem nicht bewegen. Problematisch ist auch der auktoriale Erzähler, den ich zeitlich nicht verorten kann und der sehr inkonsequent oder chaotisch bei seinem Wissen wirkt. Eigentlich scheint er in der Zeit der Handlung (18. Jahrhundert) verwurzelt zu sein. Aber dann weiß er - oder aber sogar Cox selbst, klar ist das nicht - davon, dass das Licht von Sternen Milliarden Jahre alt ist und träumt von Kreisläufen sich zersetzender Moleküle und Atome und ohne es beim Namen zu nennen vom Urknall. Das passt nicht zur Handlung, nicht zum Charakter von Cox, nicht zur Zeit und nicht zum Ort und störte mich beim Lesen.Und ganz am Ende nimmt der Autor in seinem Nachwort mir auch noch den letzten Spaß am Roman. Es gab zwar einen historischen Uhrmacher namens Cox, aber keinen Alister Cox. Der andere Cox war nie in China, nur eine Uhr aus dem Roman existierte wirklich. Quianlong hat zwar Uhren gesammelt, aber nie mit einem englischen Uhrmacher gesprochen. Die Detailgetreue bei der Darstellung des chinesischen Kaisers und des Hoflebens ist damit auch stark zweifelhaft.

  • Devi
    2019-01-13 20:50

    Ich habe das Buch durchgeatmet, weil ich irgendwie den Flair des Chinas 18. Jahrhundert mochte und auch die Story des Protagonisten wissen wollte, aber irgendwie weiß ich nicht, was mir das Buch im Endeffekt jetzt gebracht hat, außer schönen Sätzen. Ich stelle es zu all meinen anderen Ransmayr Büchern, die ich mehr mochte als dieses hier. Nichts desto trotz, wer historische Fiktion gerne liest und schöne Sätze mag, der kann das Buch gern in die Hand nehmen. Es hat keine Längen, leider auch keine echten Höhen und Tiefen.

  • Lese lust
    2019-01-03 21:44

    Endlich.Bei diesem Buch war das Verlangen, weiter zu lesen nach einer Unterbrechung immer so gering, dass sich unzählige andere Bücher dazwischen gemogelt haben, die mich mehr zu fesseln vermochten.Dabei hat es mir nicht missfallen; die Sprache war sehr schön, die Bilder in meinem Kopf auch. Aber es blieb ein kaltes, fernes Staunen und Wundern, weder war mein Intellekt so gefordert, dass ich tiefer eindringen mochte, noch hat es mich emotional in irgendeiner Form angerührt.

  • Ree
    2019-01-21 20:55

    2.5 starsI tried so very much to like this. And not only because my Dad gave it to me as a Christmas gift, but also because the premise and blurb promised the book to be right up my alley. An English clockmaker invited to the Forbidden City to manufacture an impossible clock for an all-powerful ruler? A 19th century Chinese steampunk vibe? That sounded pretty damn awesome.Well, it wasn't. And the problem lies mostly with the writing (although the ending was also debatable but I won't get into that). Ransmayr has a distinctive writing style and if you don't like it then the book has little to offer to you. Don't get me wrong, you'll find sharp observations and descriptions that put in words what I never could have expressed or pinpointed in that way. The sentences had a rhythm about them, a melodic stance. However, most of them were also freakishly long and I often needed to reread to grasp all the information of the many subclauses (or go back to the beginning because I had forgotten what it was about when I had reached the end). It was a real chore sometimes to go on. Beyond that - and so much harder to bear - the content of many sentences was at times unnervingly repetitive. It felt like Ransmayr had carefully constructed and perfected one sentence and then just strung it next to another carefully constructed and perfected sentence, regardless whether they might contain the same information or not. Taken separately, the sentences were fine, they had to be built in the way they were to convey their message, invoke the emotions and associations that they were supposed to. They each formed small entities. But taken together, one sentence repeated parts of other sentences that repeated parts of others that repeated parts of others. Like a pearl necklace: each pearl perfect in itself and beautiful, but, next to another forty pearls on a string, repetitive and boring (okay, not my best metaphor). Some of it might have been intentionally done - like the constant mention of Qianlong's almightiness as a representation of his ubiquitous rule - but that didn't make it any less annoying.If you can look past the writing style (or enjoy it), the book takes you on a journey of time, exploring its meaning for and impact on human life, the different speeds with which it passes and the "whens" and "whys" of them. It also dedicates a fair amount of pages to the construction of clocks and what designs are apt to embody a certain perception of time (what time feels like to a child, a man awaiting death, ...). That was all rather interesting. But nevertheless (and coming back to my complaint), the book is more about language than story. The plot and characters are like blank canvases for Ransmayr to paint his writing on. Necessary, sure, but secondary.

  • Homunculus
    2019-01-18 02:54

    Aussergewöhnliche, fast schon poetische Sprache. Am Anfang für mich noch recht ansprechend, dann allerdings im Laufe des Buches tritt gerade dadurch in meinen Augen die Handlung immer weiter zurück. Irgendwie musste immer noch ein Schnörkel dazu und noch einer. Daher konnte ich der Handlung nicht so folgen wie ich wollte.Vielleicht lag es allerdings auch daran, dass ich es als Hörbuch gehört habe.

  • Meike
    2019-01-18 01:50

    There are two things that rule all of us, but cannot be ruled by any of us: Time and love. This is what this beautifully written, colorful tale is all about.Protagonist Alister Cox is one of the most famous watchmakers and constructionists of automata of the 18th century. Devastated and unable to work due to the death of his young daughter and the sadness of his wife that drives her to remain silent for years, Cox hopes to find new inspiration and the possibility to save his marriage by accepting an invitation sent to him by the Emperor of China, Quianlong. Among many other names that illustrate his power, the Emperor is referred to as “the master of the 10.000 years”, meaning he rules eternity and time itself. After arriving in the Forbidden City, the Emperor challenges Cox to build two clocks that reify how time is perceived differently by a child and by a dying man. The ingenuity and artistry with which Cox goes about these tasks reflect the philosophical context and the meaning of time just beautifully (and I`m not going to ruin your experience by telling you what exactly Cox does :-)). By contemplating time in a work of art like the highly symbolic mechanical clock, Cox manages to relate to and impact Qianlong – and himself.But the last task of the Emperor seems to be impossible: He wants Cox to build a clock that never stops and measures eternity. Cox is aware that when he fails to fulfill the god-like Emperor`s wishes, he will be killed. What will Cox do? In the 18th century, there really was a famous watchmaker by the name of James Cox who delivered clocks to the Chinese Emperor Quianlong, but unfortunately, those two never met. Now, Christoph Ransmayr gives them a second chance to get to know each other in this book. I have not read Ransmayr before, so I had no expectations and was pleasantly surprised. The vivid imagery, exciting story und powerful meditation on the meaning of time, love and art make this book really worth reading.

  • Iris AE
    2019-01-23 01:04

    Wortgewaltig, unglaublich glaublich wunderschoen. Eben einfach Ransmayr vom Feinsten. Wenn er sich die drei ueberfluessig detaillierten Folter-Beschreibungen geschenkt haette waere dieses Werk ein wahres Geniestueck; leider mag ich solchen physischen Krawall nicht.Der Inhalt hingegen ist schoen linear ausgefeilt. Der Kaiser resp sein Nimbus ist packend gezeichnet, und der Meister der Uhrmacherkunst sind Meister in manchen Dingen, selbst philosophischer Art und nicht nur Handwerk, und nehmen ihr Schicksal mit mehr Gelassenheit als man denkt. Der Gefaengnisbesuch bei den Astrologen ist ein Hoehepunkt der Dramatik des Sinnlosen wie der Sinnsuche. All das macht das Werk bunt. Die Konkubine An haette mehr Charakter gewinnen koennen, finde ich, aber gerade weil sie eine Konkubine ist darf sie das nicht wirklich - alles untersteht dem Herrn der Zehntausend Jahre, und nur dieser ist was als wahr und real gilt in seiner Umgebung. Eine interessante Reise in eine andere Zeit und eine uns unklare Realitaet.

  • Roger Abrahams
    2018-12-27 02:01

    Alister Cox is een Engelse klokkenmaker die in de achttiende eeuw op uitnodiging van de keizer van China naar Peking afreist. Na enige tijd blijkt zijn taak het realiseren te zijn van de droom van elk van zijn collega's: het vervaardigen van een klok die eeuwig blijft lopen, een perpetuum mobile. Ransmayrs boek gaat dan ook over tijd. Het is prachtig geschreven, in zinnen soms zo lang dat de wijzerplaat wel stil lijkt te staan - of eindeloos voortraast, al naar gelang de mening van de lezer. Het is dan ook een conceptueel boek, dat ook in vorm met de idee van tijd speelt. Dat is heel wat waard, al gaat een en ander ten koste gaat van de plot en de spanning.

  • Noah
    2019-01-18 19:59

    Über die Jahre hat Ransmayr seinem Stil die Ecken und Kanten abgeschliffen, weswegen sich dieses Werk zwar einfacher und flüssiger liest, als etwa die Letzte Welt oder der Fliegende Berg. Allerdings ist dadurch auch einiges an Originalität und Düsterkeit verloren gegangen. Das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau. Der Lauf der Zeit ist eine unterhaltsame Novelle mit ein wenig Weisheit, ein paar Einblicke in das alte China und die Kunst des Automatenbaus (Robertson Davies' World of Wonders lässt passagenweise sehr grüßen) und originellen Ideen. Die im Hintergrund wabernde Liebesgeschichte ist indes misslungen, da sie nur Kitsch illustriert, ohne den Charakteren Tiefe zu verleihen.

  • Iris Assing
    2019-01-03 20:55

    As usual, Ransmayr proves to be the master of German language literature. His language skills cannot be beaten. This novel, as much as it is a fable, holds keys to what human longings could be. It is a grand masterpiece.However, the few very nasty torture scenes could have been deleted. I don't need to know in detail how a tortured astrologer feels when his nipples are cut off, and it doesn't change anything in the course of the account. These torture descriptions are meaningless to the novel and thus empy spacefillers.Hence only four stars.

  • Tine De groef
    2019-01-15 03:43

    Genoten van dit boek dat ons meeneemt naar het china van de 18e eeuw en ons een inkijk geeft in de wereld van de klokkenmakers uit die tijd. Hoewel het pure fictie is, voert de schrijver toch personages op gebaseerd op historische figuren. Het boek is filosofisch en zinnebeeldig. Best zeer aandachtig en in stilte te lezen...

  • Samuel Elmaleh
    2018-12-31 21:37

    Les critiques dithyrambiques m’ont incité à une lecture où, faute de course, le temps m’a paru bien long : une Chine, de l’aveu même de l’auteur, rêvée et donc éloignée de sa propre histoire, des mécanismes horlogers délirants, de poésie douteuse et une intrigue qui ne cesse de s’essouffler. A chacun ses goûts, mais je déconseille.

  • StPaul Herrmann
    2019-01-13 02:59

    A beautiful story in a historic setting, full of atmosphere and emotion. It describes how an English watchmaker fulfills the wish of the Chinese emperor to show the flow of time within eternity.A sometimes dreamy and fantastic, everything feels real. The story is told in an appropriate language... which also makes reading slower as it needs to be, for me. Hence one star minus.

  • Worteldrie
    2019-01-17 01:56

    Ik ben bang dat ik dit boek te intellectueel vind. De personages gaan niet echt leven. Het gegeven van klokkemakers in China is interessant genoeg, wat interessante inzichten over tijd op zou kunnen leveren. Maar net niet.

  • Marco Kunst
    2019-01-11 01:46

    Zeer goed geschreven, mooi symbolisch verhaal over de liefde, verlangen en de vele manieren waarop we de tijd kunnen ervaren.

  • Frans Pollux
    2019-01-08 21:56

    Mooi, maar het kon me niet zo boeien.

  • Carola Janssen
    2019-01-19 01:51

    Fascinerende geschiedenis over een Engelse klokkenmaker in China. Ik had me iets meer voorgesteld van de romance maar de hoofdpersoon is intrigerend en de omstandigheden ook.

  • Chrisi Royal
    2019-01-13 21:06

    Sprachlich ein Meisterwerk, das einem das Gefühl vermittelt, auf Reisen zu sein. Dabei wirft es Fragen über das vielleicht kostbarste Gut der heutigen Zeit auf - die Zeit selbst.

  • Schmiddylovesbooks
    2018-12-30 19:57

    4.5/5

  • Aurélie
    2018-12-30 03:56

    Alistair Cox, célèbre horloger, est invité par l'empereur de Chine Qianlong. Il arrive avec ses collaborateurs et un navire chargé d'automates extraordinaires. Mais le souverain rêve d'une horloge capable de mesurer la course du temps. Une immersion fastueuse dans la Chine du XVIIIème siècle et une méditation sur le temps qui passe.

  • Flo
    2019-01-17 03:04

    Well, Christooph Ransmayr is truly one of the most enchanting word magician of our time and him, writing about watchmaking, is surely a book that should beam me into my literary haven. Then why one star less then absolutely amazing? Because towards the end he sometimes, only on the rarest of occasions, some words are too much to carry the story to my brain. And I expect much from a book by one of my all time favourites. However, 2016 has brought a lot of losses and suffering to the world, but it has also brought a preciouse good to the world: one of the rare novels from the imagination of Christoph Ransmayr, and that is a always a reason to belive in humanity. The story revolves around an English master among watchmakers and the Chinese emporer Qianlong sometime in the 17th century. The most powerful man in the world demands nothing less then a watch that allows him to empower time itself. For him, the master of the ten thousend years, there is nothing that can´t be done, so Cox the watchmaker has to develop the impossible. Driven by the dream to construct the ultimate timepiece and his desire to return to his beloved, but far away, wife he sets his companions on a path to the triumph over the one thing all living things can never have enough: time.

  • nicky
    2019-01-07 00:52

    I don't know what to say about this book - any word I could possibly form, would pale in comparison to the intricate woven marvel of a story that Christoph Ransmayr has forged with this masterpiece of writing. I am enthralled, mesmerised and I feel incredibly inspired (albeit a little bit melancholic, too). There might have been a certain lack in the plot at one point or another, but the clockwork descriptions alone would have made me give this book all 5 stars. Apart from the descriptions, it is Ransmayrs style of writing that marvels me the most.